Fenster bei Passivhäusern: Was ist besonders?

In ihren Grundeigenschaften unterscheiden sich Fenster für Passivhäuser nicht von konventionellen Fenstern. Natürlich muss sich das Fenster von innen und außen harmonisch in die Fassade eingliedern und selbstverständlich genügend Licht hinein sowie einen uneingeschränkten Blick nach draußen zulassen.

 

Doch gerade bei einem Passivhaus ist natürlich die Wärmedämmung bzw. der U-Wert wichtig. Dieser Wert (auch Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie gut oder schlecht eine Wand oder ein Fenster gedämmt sind. In den letzten Jahrzehnten hat sich der U-Wert der Fenster auf dem Markt um den Faktor 8 verringert. Alleine die Verbreitung von Mehrfachverglasung und die Verwendung modernster Materialien hat hier einiges bewirkt. Fensterrahmen aus besonders wärmedämmenden Holzwerkstoffen oder Kunststofffenster tragen zu effizienter und  moderner Wärmeregulierung bei. Auch die Pfosten-Riegel-Konstruktionen sind speziell wärmegedämmt. Glasabstandhalter aus Edelstahl beispielsweise verringern die Wärmeverluste am Glasrand.

 

Der optimale U-Wert für Passivhausfenster

 

Ein hoher U-Wert der Fenster führt normalerweise dazu, dass der Passivhaus-Standard nicht erreicht werden kann. Je geringer der U-Wert, desto besser. U-Werte von maximal 0,8 sind für Passivhausfenster unabdingbar, um die strengen Passivhaus-Standards einzuhalten. Dabei muss das Zusammenspiel aller Komponenten, wie Rahmen, Verglasung und Randverbund, genau stimmen. Um den korrekten Wärmeverlust des Fensters zu bestimmen, sollten mehrere U-Werte berücksichtigt werden:

  • U-Wert des Rahmens inklusive Projektionsfläche des Rahmens
  • Wärmebrückenverlustkoeffizient am Glasrand unter Berücksichtigung der Länge des Glasrands
  • Verglasungs-U-Wert und Größe der Glasfläche
  • Länge und Wärmebrückenverlustkoeffizient des Einbaurandes

Nur wenn bei der Berechnung des U-Werts alle diese Faktoren mit einbezogen werden, dann erhält man einen realistischen Wert, der nicht über die tatsächlichen Wärmeverluste hinwegtäuscht.

 

Positive Energiebilanz durch Sonnenenergie

 

Jedes Fenster lässt direktes und indirektes Sonnenlicht in den Innenraum. Je größer der Gesamtenergiedurchlassgrad g ist, desto mehr Energie wird durch das Fenster hineingelassen. Ist das günstige Fenster ausreichend isoliert, wird bei Sonneneinstrahlung während der Heizperiode mehr Energie hineingelassen als durch Wärmeverlust nach außen verloren geht.

 

Ein g-Wert von 0,5 (bzw. 50 Prozent) ist heutzutage als gut anzusehen; je höher der g-Wert, desto besser. Somit ist das Passivhausfenster keine Lücke in der Fassade, über die Wärme verloren geht, sondern kann sogar positiv zur Energiebilanz des Hauses beitragen. Bei der Planung des Hauses sollte man dazu jedoch die Ausrichtung der Fenster Richtung Südost bis Südwest berücksichtigen und zu viel Beschattung vermeiden.

 

Ein hochwertiges Passivhausfenster punktet außerdem durch Behaglichkeit. Die innere Oberflächentemperatur sinkt bei normalen Innenraumtemperaturen auch bei tiefen Außentemperaturen nicht unter 17 Grad Celsius. So tritt keinerlei kalte Strahlung in der Umgebung eines Fensters auf.


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